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Risikofaktoren für den Schriftspracherwerb (2tlg.): Modul I

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Risikofaktoren für den Schriftspracherwerb (2tlg.) - Modul II ...

Montag, 20.02.2017, 19:26

Inklusion als Problem: "Wir müssen reden. Offener reden."


Diesem Anliegen widmet sich ein Internetportal zur schulischen...

Sonntag, 19.02.2017, 20:41

dgs auf der didacta 2017 in Stuttgart


dgs-Vertreter, Mitglieder und Fachkollegen trafen sich in Hall...

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Video: So funktioniert professionelle Sprachheilpädagogik

 

 

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Hannover 2016: Bericht vom 32. Bundeskongress der dgs

 

Sprache und Inklusion als Chance?!

 

So lautete das Motto des 32. Bundeskongresses der dgs, der vom 15. bis 17. September 2016 in Hannover stattfand. 800 Teilnehmer und Referenten trafen sich im Rahmen eines umfangreichen Programms, das die ganze Bandbreite sprachheilpädagogischer Wissenschaft und Praxis widerspiegelte, zu Fortbildung und intensivem Austausch.

 

Den Auftakt zu diesem Großereignis hatte zuvor traditionell das höchste Gremium der dgs, die Bundesdelegiertenversammlung, gegeben. Einzelheiten dazu finden Sie >>> hier.


Anschließend fand im feierlichen Rahmen des Lichthofes im Hauptgebäude der Leibniz-Universität am Donnerstag, den 15.09.16, die Eröffnung des Kongresses statt. Nach Grußworten der Lehrstuhlinhaberin, Prof. Dr. Ulrike Lüdtke, des Präsidenten der Leibniz-Universität Hannover, Prof. Dr. Volker Epping, des Bundesvorsitzenden der dgs, Gerhard Zupp, und dem Eröffnungsvortrag von Ulrich Stitzinger und Juniorprofessor Dr. Stephan Sallat zum Leitthema des Kongresses, wurde der Zukunftspreis für drei hervorragende Masterarbeiten durch Gerhard Zupp und dem Referenten für Hochschulen der dgs, Prof. Dr. Jörg Mussmann, verliehen.

 

Im Anschluss daran las die Autorin Birte Müller aus ihren ebenso erfrischenden wie bewegenden "Willis Welt"-Kolumnen über ihr Familienleben mit einem Sohn mit Downsyndrom und einem „schwerst-mehrfach-normalen“ Ehemann sowie ihre Erfahrungen in der inklusiven Gesellschaft.

 

Der Preis „Gute Sprache“ wurde diesmal an den früheren Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder verliehen, der, unterstützt durch die Bundesliga-Stiftung, auf seiner Lesereise zum Buch „Jojo kommt ins Team“ viele Kinder dazu brachte, sich mit ihren Stärken und Talenten auch sprachlich auseinanderzusetzen. Obwohl es ja eigentlich „ein Widerspruch in sich ist, dass ein Fußballer einen Preis für gute Sprache bekommt“, so Metzelder selbstinronisch, gab es viel Beifall für das Engagement des Ex-BVB-Stars.

Beim anschließenden Get-Together konnten Gäste und Akteure auf einen gelungenen Kongressauftakt anstoßen und sich in einen ersten Austausch vertiefen.

 

Am Freitagmorgen begann das eigentliche Kongressprogramm mit der Keynote von Marianne Nolte zum Thema Sprache, Sprachverarbeitung und Mathematikdidaktik, ein Thema, das sich in ähnlicher Weise auch in weiteren Vorträgen wiederfand. Es folgten interdisziplinäre Symposien und Vorträge mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Bereichen Sprache, Schriftsprache, Mehrsprachigkeit, Mathematik und Diagnostik. Die Zusammenstellung der Themen und Referenten überzeugte dabei durch ihre aktuelle Relevanz sowie eine große Bandbreite. Parallel zu den Vorträgen präsentierten sich im Rahmen der Sprachheilpädagogischen Messe viele Projekte und Konzepte aus der Praxis.

 

Am Freitagabend trafen sich viele Teilnehmer des Kongresses zum Festabend in der Apostelhalle. Gemeinsam ließ man bei einem Glas Prosecco den Tag Revue passieren, stärkte sich am Büffet und feierte mit der Band „Mixed Pickles“ (Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg), die für fantastische Stimmung sorgte und „Hannover rockte“.

 

Am Samstag wurden die Symposien und Vorträge auf hohem wissenschaftlichen Niveau fortgesetzt. Nach dem Impulsvortrag von Prof. Grohnfeldt zum Thema „Inklusion zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ mit reger Diskussion folgte schließlich die praxisorientierte Arbeit in diversen gut besuchten Workshops.


Nicht nur für die gastgebende dgs-Landesgruppe Niedersachsen war dies ein rundum gelungener Kongress, der im schönen Welfenschloss einen wunderbaren Veranstaltungsort gefunden hat. Neben reichlich Input aus Wissenschaft und Forschung gab es viele Denkanstöße sowie Beispiele und Berichte aus der Praxis zum umstrittenen Thema Inklusion. Wieder einmal wurde klar, dass Sprache und Inklusion zwar Chancen bieten können, jedoch nur bei hohem persönlichem und professionellem Einsatz (wie Birte Müller ihn formuliert hat) sowie entsprechenden, v. a. personellen Ressourcen. Deutlich wurde aber auch, dass inklusive Schulen nicht für jede/n Betroffene/n der in der UN-BRK geforderte "bestmögliche Förderort" sein können, sondern dass daneben, wie in der Medizin selbstverständlich, zur größtmöglichen Teilhabe auch die Rehabilitation in spezialisierten Schulen und Lerngruppen notwendig ist - denn unterschiedliche Probleme erfordern nun einmal unterschiedliche Lösungen.

    Ein kontroverses Thema, das sicher auch den 33. dgs-Bundeskongress, vom 20. - 22. September 2018 in Rostock, beschäftigen wird:

     



    NEU: Serviceportal der dgs-Sprachheilarbeit "Praxis Sprache"

     

    Ab sofort hält die dgs - Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V. einen neuen Service für Sie bereit.

     

    Ohne Login, mit nur einem Klick, erreichen Sie nun die renommierte Fachzeitschrift dgs-Sprachheilarbeit "Praxis Sprache" mit ihrem umfangreichen Download-Bereich über ein eigenes Internetportal:

     

    www.dgs-ev.de/praxis-sprache

     

     

    Sie können dort

    • die Themen der aktuellen Ausgabe einsehen,
    • die Abstracts zu den einzelnen Fachartikeln einsehen,
    • die Praxis-Materialien zu den verschiedenen Fachbeiträgen herunterladen,
    • auf ein umfangreiches Heftarchiv zugreifen,
    • sich über das Redaktionsteam informieren und
    • erfahren, wie Sie selbst Artikel zur Veröffentlichung einreichen können.

    Ab Heft 2/2015 finden Sie in jeder Ausgabe der dgs-Sprachheilarbeit "Praxis Sprache" ein Passwort für den Download der PDF- bzw. Text-Dateien, Grafiken oder auch Hörbeispiele. Geben Sie dieses Passwort nach dem Anklicken der gewünschten Downloaddatei auf Nachfrage ein.


    Somit entfällt zukünftig das Login für Mitglieder der dgs e.V. im Online-Shop des Schulz-Kirchner-Verlags. Vorläufig finden Sie aber auch dort noch die Downloadmaterialien über den bekannten Zugang.
     
    Dieses Angebot können auch die Abonnenten der „Praxis Sprache“ nutzen – der Schulz-Kirchner Verlag stellt für seine Abonnenten aber auch ein eigenes Portal zur Verfügung.

     



    dgs im Gespräch mit Verena Bentele


    v. re.: Verena Bentele (Bundesbehinder-tenbeauftragte), Dieter Feser (VBS), Hubert Hertlein (Blindeninstitut Würzburg), Susanne Keppner (BDH), Gerhard Zupp (dgs), Johannes Spielmann (Blindeninstitutsstiftung), Roger Schreiber (vds)

    Anfang Dezember trafen sich die Mitglieder der BAG - Bundesarbeits-gemeinschaft Behindertenpädagogik (dgs, BDH, VBS, und vds) mit der Bundesbeauftragten für die Belange der Behinderten, Verena Bentele, in Würzburg.

     

    Die Tagesordnung war lang. Neben einer Vorstellung der BAG- Mitgliedsverbände ging es um einen Austausch zu den Themen

    • Grundsätze einer inklusiven Beschulung,
    • Wunsch- und  Wahlrecht der Schüler und Eltern,
    • aktueller Stand der Reform zur Eingliederungshilfe, 
    • Öffnung der Förderschulen für Schülerinnen und Schüler ohne Behinderung, 
    • Einschätzung zur Situation von Menschen mit schwersten mehrfachen Behinderungen in der Inklusion und 
    • zur Zukunft der Berufsbildungswerke bei der Umsetzung des Rechts auf berufliche Bildung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen auf dem 1. Arbeitsmarkt.

    Frau Bentele war auf alle Fragen gut vorbereitet und erwies sich als fach- und sachkompetente, aber vor allen Dingen zugewandte und verbindliche Gesprächspartnerin. Ihre freundliche und offene Art ließen dieses Treffen zu einem wirklich angenehmen Termin der BAG werden. Der intensive Austausch ließ keinen Zweifel daran, dass die BAG-Mitglieder und die Bundesbeauftrage in wesentlichen Fragen einer Meinung waren:

     

    Eine sonder-/förderpädagogisch fachlich qualifizierte universitäre Ausbildung ist weiterhin umfänglich notwendig und nicht durch „ ein wenig von diesem und ein wenig von jenem“ zu ersetzen!

     

    Inklusion kann nur mit erheblichem Einsatz entsprechender qualitativer und quantitativer Ressourcen.

     

    Nicht für alle ist der inklusive Unterricht ein Gewinn, es wird auch weiterhin Förderschulen geben müssen.

     

    Allerdings habe dies keinen Einfluss auf die Verpflichtung, gemeinsamen Unterricht noch umfänglicher anzustreben. Die Öffnung von Förderschulen für Schülerinnen und Schüler ohne Behinderungen sieht Frau Bentele als einen Schritt in die richtige Richtung. Auch in den übrigen Fragen konnte großer Konsens erzielt werden. Man ging auseinander mit der gegenseitigen Versicherung, eng in Verbindung zu bleiben und den Austausch regelmäßig weiterzuführen.

     




    31. dgs-Bundeskongress in Leipzig - Berichte


    Zum Ausdrucken/Download auf das Plakat klicken

     

    Traditionelle Vorboten des dgs-Bundeskongresses sind die Tagung des dgs-Hauptvorstandes am Vortag sowie die Bundes-Delegiertenkonferenz, die als höchstes Gremium der dgs über die personelle Besetzung und die Arbeitsvorhaben der nächsten 2 Jahre entscheidet.

    Berichte zu beiden Tagungen finden Sie >> hier.

     

    Im Mittelpunkt des 31. Bundeskongresses der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik vom 25.-27. September 2014 in Leipzig standen dann, nach einer furiosen Eröffnungsveranstaltung mit prominenten Gästen und der Preisverleihung "Gute Sprache 2014", die Perspektiven professionellen Arbeitens in der sonderpädagogischen Sprachförderung.

     

    Unabhängig davon, wo und zu welchem Zeitpunkt Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Sprache betreut werden, gilt es, Sprachförderung, Frühdiagnostik und Sprachtherapie professionell sicherzustellen. Dies verlangt kompetente Fachkräfte, die interdisziplinär vernetzt arbeiten, und zugleich innovative Ansätze für die pädagogische und therapeutische Praxis sowie für die wissenschaftliche Forschung. Der diesjährige dgs-Fachkongress bot deshalb folgende Schwerpunkte:

     

    Sprache kompetent fördern

    Dieser Bereich widmete sich der kompetenten Realisierung sprachlicher Förderung bzw. Therapie in allen sprachheilpädagogischen Arbeitsfeldern und Altersbereichen (Frühförderung, Beratung, vorschulischer Bereich, Schule, Therapie, Berufsbildung).
     
    Sprache vernetzt fördern
    befasste sich mit der institutionellen und organisatorischen Umsetzung in Früherkennung/Diagnostik, vorschulischer und schulischer Sprachförderung/Sprachtherapie, Elternberatung sowie im nachschulischen, berufsbildenden Bereich. Interdisziplinäre Projekte und Ansätze für unterschiedliche Altersbereiche und sprachheilpädagogische Aufgabenfelder wurden vorgestellt, z. B. von Vertretern der kooperierenden Disziplinen mit ihren Angeboten, Fragen und Erwartungen an die Sprachheilpädagogik.
     
    Sprache innovativ fördern
    Hier ging es um die Bereiche Forschung und Evaluation - um neue, innovative und ggf. noch in der Evaluation befindliche Ansätze für Diagnostik, Beratung, Förderung, Unterricht und Therapie sowie für die störungsspezifische Grundlagen- und Interventionsforschung. Forschungseinrichtungen und Arbeitsgruppen stellten ihre aktuellen Arbeiten vor.

     

    Sprachheilpädagogische Messe: Aktuelles und Erfolgreiches aus der Praxis

    Auf großes Interesse stieß dieses neue Kongressangebot: Erfolgreiche Projekte, Konzepte und Materialien aus den Ländern wurden vorgestellt, mit Plakaten, Infotafeln, der Auslage von Materialien oder über kleine Audio-/ Videobeiträge. Die Vielfalt und Bandbreite spracheilpädagogischer Arbeit in Deutschland wurde erfahrbar, und die Besucher nutzten intensiv die Möglichkeit, sich auszutauschen und neue Anregungen für die eigene Arbeit mitzunehmen.

     

    Die Verleihung des "Zukunftspreises der dgs" im Rahmen des Festabends am Freitag, 26. September, im Bayerischen Bahnhof Leipzig, barg ein besonderes Highlight für Hamburg: 

                               

    Til Rohgalf, Mitglied der Landesgruppe Hamburg, gehörte zu den drei Studierenden, die für ihre herausragenden wissenschaftlichen Abschlussarbeiten ausgezeichnet wurden! Seine Arbeit mit dem Titel: "Soziale Integration sprachauffälliger Kinder unter inklusiven Bedingungen in der Grundschule" wurde betreut vom 2. Vorsitzenden der LG Hamburg, Prof. Dr. Jörg Mußmann, und Stefanie Klenz (Universität Hamburg).

    Wir gratulieren herzlich zu diesem großen Erfolg! 

     

     

    ... und sind gespannt auf die nächsten Preisträger, die in zwei Jahren, beim 32. dgs-Bundeskongress 2016 in Hannover, gekürt werden.

    Absolventen, die eine mit mind. "sehr gut" bewertete wissenschaftliche Abschlussarbeit zu sprachheilpädagogischen Fragestellungen geschrieben haben, können sich >> hier bewerben oder von den betreuenden Wissenschaftlern vorgeschlagen werden.

         



        Sonderpädagogik: Ausbildungsreformen bedrohen Professionalität

         

        Nicht nur in Hamburg bleibt im Zuge der Inklusion zunehmend die sonderpädagogische Professionalität auf der Strecke. Besonders betroffen davon ist die fachrichtungsspezifische Lehramtsausbildung zukünftiger Sonderpädagogen. Auch die sog. `Expertenkommission zur Weiterentwicklung der Lehrerbildung in Baden-Württemberg`(zu der die sonderpäd. Fachverbände nicht zugelassen wurden) hat nun, neben der Reduzierung der Lehrämter auf nur noch ein Primar- und ein Sekundarstufenlehramt, zudem die Auflösung eines eigenständigen Studiengangs Sonderpädagogik vorgeschlagen. „Die Auseinandersetzung mit Fragen der Inklusion in allen Lehrämtern, die zu begrüßen ist, kann aber einen Studiengang Sonderpädagogik nicht ersetzen!“, meint die dgs dazu.

         

        Diesen Standpunkt unterstreicht auch die Reutiinger Erklärung zum Lehramt Sonderpädagogik in Baden-Württemberg, die am 20. Juli 2013 von zehn namhaften Verbänden und Institutionen der Sonderpädagogik im Rahmen der Fachtagung "Inklusion und Lehrerbildung" unterzeichnet wurde (vollständigen Text hier downloaden oder auf den Text klicken):



        Und hier die Pressemitteilung der dgs zur Lehramtsausbildung für Sonderpädagogen (zum Download auf den Text klicken):



        ... sowie der Bericht der HEILBRONNER STIMME vom 7. Mai 2013 dazu:

        dgs_HSti070513wg.sopa__d.Ausbildg.pdf