Verständnis allein hilft den vielen tausend Sprachbehinderten in Deutschland kaum weiter. Deshalb sieht die Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V. eine wesentliche Aufgabe darin, die Situation der Betroffenen öffentlich zu artikulieren, um das Problembewusstsein zu schärfen und die gesellschaftlichen Voraussetzungen für die notwendige Unterstützung zu schaffen.
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Seit Jahren fällt es uns als Lehrer an Schulen und Hochschulen schwerer, Gegenstand, Aufgaben, Ziele und fachliche Grenzen der Sprachheilpädagogik zu erkennen und diese nach außen klarzustellen. Fakt ist, dass sich die Sprachheilpädagogik auf mehreren Wirkungsebenen in einem gravierenden Umbruch befindet, der aus inneren Krisen der Fachwissenschaft und aus äußerem Veränderungsdruck resultiert. Diese Veränderungen wollen wir reflektieren und sie auch spannungsreich zum Gegenstand der fachöffentlichen Diskussion machen.
Der Beitrag nimmt eine Analyse der z.T. krisenhaften Situation vor und leitet daraus Entwicklungsaufgaben für die zukünftige Sprachheilpädagogik ab. Dabei werden Grundfragen angegangen, z.B. Wie eng oder weit ist der Gegenstandsbereich der Sprachheilpädagogik zu reklamieren? Was kann Sprachheilpädagogik ressourcenorientiert sinnvoll bewältigen? Wie verortet sie sich als profilierte Teildisziplin der Sonderpädagogik? Wie beschreibt sie ihre Handlungskompetenz? Hat sprachheilpädagogischer Unterricht beobachtbare, besondere Qualitäten? Welche Anforderungen müssen an eine zukünftige Ausbildung gestellt werden?
Selbstbewusste Antworten auf diese Fragen zu finden, stärkt die Sprachheilpädagogik, macht sie nach innen klarer und nach außen zum Partner.
Wir bitten um Diskussion










